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Bauernverband sollte die Demo absagen

Foto: BMWK / Dominik Putzmann

Ein Kommentar von Frank Langenrost

Die bevorstehenden Demonstrationen der Landwirte am Montag werfen wichtige Fragen auf, insbesondere im Hinblick auf den Einfluss rechter Gruppierungen. Berichte über Querdenker, Rechtsradikale und Reichsbürger, die versuchen, die Proteste zu kapern, sind beunruhigend. Solche Gruppen scheinen weniger an agrarischen Themen wie Agrar-Diesel interessiert zu sein, sondern vielmehr an der Förderung ihrer politischen Agenda.

Der jüngste Vorfall in Schlüttsiel, bei dem Landwirte eine Fähre mit Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck an Bord zu stürmen versuchten, ist ein alarmierendes Zeichen. Obwohl der Deutsche Bauernverband sich von solchen Aktionen distanziert und auf friedliche, gesetzestreue Mittel zur Vertretung landwirtschaftlicher Interessen pocht, besteht das Risiko, dass die öffentliche Meinung sich gegen die Landwirte wenden könnte, wenn Gewalt angewendet wird.

Es ist ratsam, dass die Landwirte sich von solchen radikalen Elementen distanzieren und auf friedliche Proteste setzen. Die Absage der Demonstration könnte ein kluger Schritt sein, um Eskalationen zu vermeiden. Die Bundesregierung hat bereits auf den Druck reagiert. Jetzt ist es an der Zeit, konstruktive Gespräche mit dem Landwirtschaftsminister und dem Bauernverband zu führen, um eine Lösung zu finden, die die Interessen der Landwirte berücksichtigt und gleichzeitig die öffentliche Sicherheit gewährleistet.

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