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Elbe-Weser-Dreieck

Erneut Schockanrufe im gesamten Landkreis – Seniorin übergibt 30.000 Euro an unbekannte Täter

Landkreis Cuxhaven. In dieser Woche kam es im gesamten Zuständigkeitsgebiet der Polizeiinspektion Cuxhaven wieder zu Schockanrufen. Die Täter gaben sich erneut z.B. als Polizeibeamte aus und versuchten mit verschiedenen Maschen und Vorgehensweisen an Geld oder Wertgegenstände der meist älteren Bürgerinnen und Bürger zu kommen. In vielen Fällen wurden Notlagen von Angehörigen suggeriert, in denen zum Beispiel behauptet wurde, die eigenen Kinder hätten einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und es müsse eine Kaution hinterlegt werden, um eine Untersuchungshaft abzuwenden.

In den allermeisten Fällen handelten die Angerufenen genau richtig und beendeten sofort die Gespräche und meldeten sich im Anschluss bei ihrer örtlichen Polizeidienststelle.

Leider kam es in einem Fall zu einer Geldübergabe, bei welcher ein hoher Schaden entstand. Eine Seniorin aus Otterndorf übergab nach langer Gesprächsführung durch die Täter ca. 30.000 Euro an eine unbekannte Frau. Im weiteren Verlauf wurde sogar ein noch höherer Betrag gefordert, indem behauptet wurde, es wäre auch ein ungeborenes Kind getötet worden. Dieser Betrag wurde nur nicht gezahlt, da die Seniorin nicht über diese Geldmittel verfügte. – Sprechen Sie mit ihren Angehörigen, damit diese Betrugsmaschen keinen Erfolg mehr haben – Die Polizei, Staatsanwälte, Gerichtsvollzieher und alle anderen Behördenvertretende verlangen niemals Wertgegenstände, Geld, Schmuck oder sonstige Dinge oder nehmen diese in Verwahrung. Etwas wie eine Kaution gibt es im deutschen Strafrecht nicht. – Die Täter erzeugen bewusst psychologischen Druck, sind sehr geschickt in der Gesprächsführung und lassen sich nur schwerlich abwimmeln. Bleiben Sie hartnäckig, hinterfragen Sie alles und lassen Sie sich zu nichts drängen. – Oft wird gefordert, dass die Gespräche gehalten werden, z.B. auch, um zu verhindern, dass die Geschädigten ihre Angeröhrigen oder die Polizei anrufen können. Legen Sie auf und verständigen Sie die richtige Polizei.

In Kooperation mit verschiedenen Geldinstituten wurden in der Vergangenheit spezielle Briefumschläge entwickelt, auf welchen sechs Fragen abgedruckt sind (siehe Anhang). Diese sollen nach Möglichkeit durch die Bankmitarbeitenden verwendet werden, wenn Personen unangekündigt in den Geldinstituten erscheinen, um ungewöhnlich hoch erscheinende Geldsummen abheben zu wollen. Wenn die Geschädigten zwei oder mehr Fragen mit „Ja“ beantworten können, handelt es sich definitiv um einen Betrugsversuch. Sie sollten umgehend die Polizei informieren.

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