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Für mehr Naturschutz: Graben in Drangstedt aufwändig saniert

Foto: Zufriedene Gesichter bei der Bauabnahme: Heiko Ullrich (von links), Heinz Warncke (beide Stadt Geestland), Wjatscheslaw Petrik und Nico Böse (beide Firma Winkler). Foto: Stadt Geestland

Ein großes Gewässer ist der Hegebruchgraben in Drangstedt mitnichten. Kennen dürften ihn wohl nur die Ortsansässigen. Und doch ist der kleine Bach ein schönes Beispiel dafür, wie sich Gewässerbau und Naturschutz in Einklang bringen lassen. In den vergangenen Monaten wurde der Graben im Auftrag der Stadt Geestland aufwändig saniert. Immer mit einem Ziel vor Augen: den ökologischen Zustand dauerhaft zu verbessern.

Ursprünglich war der Hegebruchraben, der unter der Straße Ahlershorst hindurchfließt, künstlich angelegt worden. Naturnah? Eher nicht. Mit den Jahren verrotte die alte Holzkonstruktion, die Felssteine rutschten ab – eine neue Lösung musste her. Also entschied sich die Stadt Geestland für eine naturnahe Sanierung des rund 80 Meter langen Abschnitts.

Keine leichte Aufgabe. Die Stadt Geestland stimmte sich eng mit der Unteren Wasserbehörde wie auch mit der Unteren Naturschutzbehörde ab. Zudem erstellte die Verwaltung einen sogenannten Landschaftspflegerischen Fachbeitrag, um die Belange des Natur- und Artenschutzes zu berücksichtigen. Nicht zu vergessen: diverse Genehmigungen und Ausschreibungen. „Bei der Planung haben wir uns eng mit der Politik und den Anwohnern abgestimmt“, betont Baubereichsleiter Heiko Ullrich von der Stadtverwaltung.

Das Ergebnis – darüber waren sich bei der Bauabnahme vor wenigen Tagen alle einig – kann sich sehen lassen: Im nördlichen Bereich haben die Handwerker die alten Reisigbündel, die zur Uferbefestigung dienten, ausgebaut und durch sogenannte Steinwalzen ersetzt. Diese sind mit Pfählen aus recyceltem Kunststoff gesichert. Die Gesteine in den Steinwalzen besitzen eine sehr raue Oberfläche – ideal, damit sich hier zum Beispiel Laich festsetzen kann. 

„An der Ostseite haben wir eine Steinböschung angelegt, ebenso an der Gewässersohle. So wird die Fließgeschwindigkeit des Wassers reduziert und die Natur kann sich besser entwickeln“, berichtet Bauleiter Nico Böse von der Firma Winkler. Die vorhandenen Grünpflanzen wurden weitestgehend erhalten.

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