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Kommunikatives Chaos bei EWE: Stromausfall in Cuxhaven offenbart gravierende Defizite

Cuxhaven – Ein massiver Stromausfall in der Stadt Cuxhaven, der seit 18:00 Uhr am Samstag anhält, hat zu einem beispiellosen Kommunikationsdesaster beim Energieversorger EWE geführt. Trotz der schwerwiegenden Auswirkungen, insbesondere auf kritische Einrichtungen wie das örtliche Seniorenheim und die Lebenshilfeeinrichtung, zeigte sich die Informationspolitik des Unternehmens unzureichend und verursachte weitreichende Verwirrung und Unruhe in der Bevölkerung.

Anstatt proaktiv und transparent zu agieren, blieben die offiziellen Kanäle von EWE, einschließlich der Unternehmenswebsite, stumm. Dies führte zu einer Flut von Gerüchten und Spekulationen in sozialen Medien, die das Informationsvakuum zu füllen versuchten.

Erst durch einen ungewöhnlichen Schritt, einen Aufruf von Oberbürgermeister Uwe Santjer über Facebook um 9 Uhr, erhielt die Öffentlichkeit erste handfeste Informationen. In seinem Beitrag teilte er mit, dass der Stromausfall, verursacht durch einen Kabelfehler an zwei Stellen, bis zum Mittag behoben sein sollte. EWE, so Santjer, arbeite mit drei Vertragsfirmen an der Schadensbehebung.

Besonders betroffen waren das Seniorenheim und die Lebenshilfeeinrichtung, die zunächst durch die Feuerwehr mit Notstrom versorgt werden mussten. Der Oberbürgermeister betonte auch die Bedeutung der Feuerwehr für medizinische Notfälle während des Ausfalls.

Dieses Ereignis wirft ein Schlaglicht auf die Defizite in der Krisenkommunikation von EWE. Experten sind sich einig, dass in solchen Situationen schnelle, klare und zuverlässige Informationen entscheidend sind, um Vertrauen zu bewahren und Panik zu vermeiden. Für den Energiekonzern bedeutet dieser Vorfall nicht nur eine technische, sondern vor allem eine kommunikative Herausforderung, die es dringend zu meistern gilt.

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