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Metalhead-Fan trotz Schlammchaos: Der Cuxhavener Felix Zimmermann kämpft sich tapfer durch das Wacken Open Air Festival

Das Wacken Open Air Festival, das alljährlich Tausende von Metalheads aus der ganzen Welt anzieht, sorgt in diesem Jahr für weltweite Schlagzeilen – und das nicht nur wegen der erstklassigen Musik. Durch das schlechte Wetter hat sich das sonst so legendäre Gelände in ein wahres Schlammfeld verwandelt, was zu einem Anreisestopp für Fahrzeuge und einem finalen Einlassstopp für viele Besucher führte. Doch selbst unter diesen widrigen Umständen gibt es Metal-Fans wie den 34-jährigen Wahlcuxhavener Felix Zimmermann, die sich von der Situation nicht abhalten lassen.

Felix Zimmermann ist einer derjenigen, die frühzeitig aufgebrochen sind, um das berühmte Wacken Festival zu besuchen. „Wir sind Montag am Reweparkplatz von einem Einheimischen angesprochen worden“, berichtete Zimmermann in einem Interview. „Er hat uns aufgrund des Anfahrtstops erlaubt, bei ihm im Garten und Carport zu campen. Das war wirklich großartig, wie die Dorfbewohner uns Festivalbesucher unterstützt haben.“

Trotz der widrigen Situation fand Zimmermann einen Weg, das Schlammchaos zu umgehen: „Der nette Einheimische hat uns einen Schleichweg gezeigt, den wir dann am Dienstag um 6 Uhr genommen haben. So konnten wir dem Stau entkommen und kamen rechtzeitig um 16:30 Uhr auf dem Campingplatz an.“

Das Wacken Open Air Festival ist bekannt für seine einzigartige Atmosphäre und zieht jedes Jahr Metal-Fans aus Deutschland, Europa und der ganzen Welt an. Selbst ehemalige Bewohner der Gemeinde Wacken engagieren sich weiterhin für das Festival und die Besucher. „Der ehemalige Bürgermeister von Wacken hat kostenlos Kaffee an die Leute im Stau verteilt“, erzählte Zimmermann dankbar. „Es war schön zu sehen, wie die Dorfgemeinschaft zusammensteht, um uns in dieser schwierigen Situation zu unterstützen.“

Der Weg vom Campingplatz zum Infield, auch bekannt als „Holy Land“ unter den Fans, gestaltete sich zu einer wahren Herausforderung. Die größten Bühnen des Festivals, darunter die beeindruckende Doppelbühne Faster & Harder, waren durch den Regen und die Schlammfluten gezeichnet. Dennoch war Zimmermann entschlossen, die legendären Konzerte nicht zu verpassen.

„Die Haupt-Hauptbühnen sind der Ort, wo die größten und aufwändigsten Konzerte des Festivals stattfinden. Diese Shows setzen immer wieder internationale Maßstäbe“, schwärmte Zimmermann. „Für einen leidenschaftlichen Metal-Fan wie mich ist es ein Muss, hier dabei zu sein.“

Trotz des Chaos und der widrigen Bedingungen zeigte sich Zimmermann beeindruckt von der Solidarität und Zusammengehörigkeit unter den Festivalbesuchern. „Es ist unglaublich zu sehen, wie sich die Menschen gegenseitig unterstützen. Ob beim Schieben von festgefahrenen Fahrzeugen oder einfach beim gemeinsamen Feiern im Schlamm – hier sind alle eine große, verwegene Familie.“

Für Felix Zimmermann wird dieses Wacken Festival zweifellos ein unvergessliches Erlebnis bleiben. Er trotzte den Herausforderungen, die das Wetter mit sich brachte, und bewies, dass wahre Metalheads sich nicht von ein paar Schlammflüssen abschrecken lassen.

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