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Barrierefreiheit am Strand: Antrag der FDP im Ausschuss abgelehnt

In der Ausschusssitzung des Beirats für Menschen mit Behinderung wurde über einen Antrag der FDP-Fraktion beraten. Dieser forderte die Gestaltung barrierefreier Strandzugänge für Menschen mit Behinderung bis zur Wasserkante in Cuxhaven. Die Hauptmotivation hierfür war der feinkörnige Sand, der für Rollstuhlfahrer eine erhebliche Herausforderung darstellt.

Die Stadtverwaltung jedoch stellte sich gegen diesen Antrag und empfahl dem Rat, die Initiative der FDP abzulehnen. Stattdessen schlug sie vor, das Angebot zur Barrierefreiheit stetig und bedarfsgerecht über die nächsten Jahre auszubauen, um eine inklusive und für alle zugängliche Strandumgebung zu erreichen.

Diesem Vorschlag folgte der Ausschuss und lehnte den Antrag der FDP einstimmig ab. Die Vorsitzende des Gremiums begründete dies damit, dass man nicht gegen die Empfehlung der Verwaltung arbeiten wolle.

Günter Wichert, Fraktionsvorsitzender der FDP, zeigte sich während der Sitzung enttäuscht und betonte, dass der Antrag nicht gegen die Verwaltung gerichtet war, sondern für mehr Barrierefreiheit stand. Nach der Sitzung zog die FDP ihren Antrag schriftlich zurück. Wichert äußerte sich in einem Statement gegenüber dem „Küstenblick“: „Wenn wir als FDP, Menschen, Mitglieder des Ausschusses, die subjektiv betroffen sind, nicht überzeugen können, das Menschenrecht auf Barrierefreiheit durchzusetzen, dann kämpfen wir nicht für eine Zukunft, die uns allen gehören sollte. Jeder sollte sich bewusst sein, dass ein unerwarteter Lebensumstand jeden in die Situation bringen kann, auf Barrierefreiheit angewiesen zu sein.“

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