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Elbe-Weser-Dreieck

Raumnot in Schulen entzündet politisches Feuerwerk

Die erwartet unspektakuläre Ratssitzung in Cuxhaven entpuppte sich als Schauplatz hitziger Debatten, als der Punkt der Raumanalyse der Cuxhavener Schulen auf der Tagesordnung zu überraschenden Kontroversen führte. Die Gorch Fock Grundschule stand dabei besonders im Fokus der Kritik.

Versagen auf ganzer Linie? Günter Wichert, Fraktionsvorsitzender der FDP, brandmarkte die Raumanalyse als Zeugnis einer jahrelang verfehlten Schulpolitik und legte dabei ein besonderes Augenmerk auf die katastrophale Raumnot der Gorch Fock Schule. Die Analyse warf ein trübes Licht auf die Schulpolitik und Wichert zog Parallelen zu Entscheidungen von vor einem Dutzend Jahren. Er kritisierte scharf, dass Hilferufe aus der Schule ungehört blieben und forderte vom Rat, endlich zu handeln.

Turbulenzen und Gegenvorwürfe: Die Rede Wicherts wurde von Zwischenrufen und Unruhe begleitet. Doch trotz des Gegenwindes überreichte er Oberbürgermeister Uwe Santjer einen Antrag zum Rückkauf des alten Gebäudes der Gorch Fock Schule – ein Zug, der weiteres Feuer in die bereits explosive Debatte brachte. Die Partei „Die Cuxhavener“ zeigte sich wenig konstruktiv, während Landtagsabgeordneter Oliver Ebken (SPD) dem FDP-Vorsitzenden vorwarf, „stillos einen Antrag aus der Tasche zu ziehen“. Ebken betonte indes, dass kluge Ideen und Fördermittel einen Weg aus der Schulkrise weisen können.

Lösung bis 2024: Thomas Brunken, (CDU) und Vorsitzender des Schulausschusses, machte deutlich: Bis zum ersten Quartal 2024 müssen tragfähige Lösungen auf dem Tisch liegen. In seinen abschließenden Worten versuchte Oberbürgermeister Santjer, die Wogen zu glätten und machte klar, dass nach der Raumanalyse unweigerlich gehandelt werden muss. Obwohl die Ergebnisse keine Überraschung darstellten, betonte er die Dringlichkeit der nun erforderlichen Maßnahmen.

Schlussbetrachtung: Die Raumnot in Cuxhavens Schulen, insbesondere der Gorch Fock Grundschule, wurde durch die Raumanalyse unmissverständlich dargelegt und verlangt nun nach konkreten Taten. Der FDP Antrag und der gemeinsame Wunsch nach Lösungen bis 2024 setzen dabei einen klaren Rahmen für anstehende politische Diskussionen und Planungen. Wie und in welchem Maße die Stadt den Herausforderungen begegnen wird, bleibt abzuwarten.

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